Browse By

Indo-Pazifik-Kommando mit neuem Namen

(Foto Wikipedia CC BY-SA 3.0)

Das US-Regionalkommando für den Pazifik wird umbenannt. Das bisherige US Pacifc Command (USPACOM) heißt künftig U.S. Indo-Pacific Command und trägt das komplizierte Kürzel USINDOPACOM. „Wir erkennen an, dass der Indische und der Pazifische Ozean immer stärker verbunden sind. Deshalb benennen wir heute das U.S. Pacific Command in U.S. Indo-Pacific Command um”, sagte US-Verteidigungsminister James Mattis in Pearl Habour.

Werbung

Das Pacific Command erhält nicht nur einen neuen Namen, sondern auch einen neuen Oberkommandierenden. Admiral Phil Davidson löst Admiral Harry Harris als Befehlshaber ab. Dem Indo-Pacific Command unterstehen mehr als 20 Prozent aller US-Soldaten, ingesamt etwa 300.000 Soldaten aus allen Teilstreitkräften.

Indien und große Teile des Indischen Ozeans gehören schon bisher zu Machtbereich des Regionalkommandos. Die Namenänderung geht auf eine Strategische Neuerung  unter Donald Trump zurück. Unter dem Stichwort Indo-Pazifik versucht der US-Präsident, eine Allianz gegen China zu schmieden, die im Kern aus Indien, Australien, Japan und den USA bestehen soll (Hintergründe hier bei Telepolis).

Werbung

Chinas Aufschwung und sein Ausgreifen in das Südchinesische Meer sehen die USA – nicht von Ungefähr – als Bedrohung ihrer bisherigen Position. Unlängst hat die US-Regierung China deshalb zum „strategischen Rivalen“ erklärt. Der neue USINDOPACOM-Befehlshaber Phil Davidson betonte daher bei der Übernahme der Befehlsgewalt in Pearl Habour die Bedeutung des Militärs:

„Seit mehr als 70 Jahren ist der Indo-Pazifik weitgehend friedlich. Das wurde im Wesentlichen möglich durch zwei Dinge. Erstens die Verpflichtung der freien Nationen zu einer freien und offenen internationalen Ordnung. Und zweitens die glaubwürdige Kampfkraft des US Pacific Command. Unseren Alliierten hier im Indo-Pazifik sage ich, Sie werden einen besseren Alliierten haben. Und unseren Partner sage ich, ich hoffe, unsere Partnerschaft wird voranschreiten in einer Weise, die unseren gegenseitigen Interessen dient.“

So richtig angekommen ist die Namensänderung übrigens bislang noch nicht mal beim US-Miltiär selbst. Der Twitter-Account wird immer noch als Pacific Command geführt. Und auch auf der Internetseite www.pacom.mil ist die neue Bezeichnung noch nicht im Seitentitel aufgenommen worden, obwohl die Neubenennung dort bekannt ist.

Werbung

In China ist die Änderung aber wahrgenommen worden. „Wir haben entsprechende Berichte registriert und wir beobachten, wie sich die Situation entwickelt“, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Peking, Ren Guoqiang.

 

Weiterlesen:

Flattr this!