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60 Jahre Friedenslogo – die Kampagne lebt

2016: Demonstrieren gegen die Trident-Modernisierung (Foto: Paisley ScotlandCC BY 2.0)

Der Graphiker Gerald Holtom hat vor 60 Jahren, am 21. Februar 1958, das berühmte Logo präsentiert, das er für die britische Campaign for Nuclear Disarmament (CND) entworfen hat. Bis heute wird es als Friedens-Logo auf Fahnen geschwenkt, ist auf Demonstrationen dabei – es ist eine Ikone der Friedensbewegung.

Viele Medien erinnern heute an seine Geschichte, allerdings bleibt dabei ein Aspekt merkwürdig unterbelichtet: Die britische Kampagne für nukleare Abrüstung ist längst nicht mit einem Haufen Hippie-Klamotten gut im Museum verstaut. Sie existiert immer noch.

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Umstrittene Atomwaffen

Denn Großbritannien ist immer noch Atommacht, ja, das Land hat kürzlich sogar beschlossen, seine U-Boote zu modernisieren, die mit Trident-Atomraketen bestückt sind. Das Projekt ist in Großbritannien schwer umstritten, denn es ist teuer. Nicht nur die Liberaldemokraten fragen sich, warum das Land eine Bewaffnung aus der Zeit des Kalten Krieges braucht.

Und so demonstrierte die Kampagne auch zwei Tage vor dem entscheidenden Parlamentsbeschluss im Juli 2016 gegen die Nachrüstung (siehe Foto). 20 Milliarden Pfund sollten die neuen Trident-U-Boote ursprünglich kosten, später war von 31 Milliarden die Rede. Die CND rechnet mit rund 200 Milliarden tatsächlichen Kosten. Doch die Regierung hält daran fest.

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Corbyns Kompromiss

Einen Kompromissvorschlag von Oppositionsführer Jeremy Corbyn – dessen Labour-Partei unter Tony Blair die Modernisierung angestoßen hatte – die U-Boote zu bauen, aber die Atomwaffen an Land zu belassen, hat die Regierung nicht aufgegriffen. Schade eigentlich, denn das wäre erstens ein guter Kompromiss und zweitens tatsächlich, wie Corbyn es formulierte, „Abrüstung durch die Hintertür“.

Und hier noch zwei Analysen (rund 7800 und 7000 Zeichen lang) zum britischen Atomwaffenprogramm, die bei NDRInfo in der Sendereihe „Streitkräfte und Strategien“ gesendet wurden:

  • Atomare Abschreckung auf dem Prüfstand? – Britische Nuklearwaffen werden immer teurer, in: NDRInfo, Streitkräfte und Strategien, 27.07.2013
  • Begrenzter Nutzen und nicht mehr finanzierbar? Nachdenken über die britischen Atomwaffen, in: NDRInfo, Streitkräfte und Strategien, 22.08.2009

Der erste Text aus dem Jahr 2013 stammt aus einer Zeit, als der langjährige Gegner der britischen Nuklearrüstung Jeremy Corbyn noch nicht Parteichef von Labour war. Der Zweite zeichnet die Geschichte der britischen Anti-Atomwaffen-Kampagne bis zum aktuellen Trident-Streit nach.

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Beide sind hier erstmals wieder online:


2016: Demonstrieren gegen die Trident-Modernisierung (Foto: Paisley ScotlandCC BY 2.0)


Der Graphiker Gerald Holtom hat vor 60 Jahren, am 21. Februar 1958, das berühmte Logo präsentiert, das er für die britische Campaign for Nuclear Disarmament (CND) entworfen hat. Bis heute wird es als Friedens-Logo auf Fahnen geschwenkt, ist auf Demonstrationen dabei – es ist eine Ikone der Friedensbewegung.
Viele Medien erinnern heute an seine Geschichte, allerdings bleibt dabei ein Aspekt merkwürdig unterbelichtet: Die britische Kampagne für nukleare Abrüstung ist längst nicht mit einem Haufen Hippie-Klamotten gut im Museum verstaut. Sie existiert immer noch.
Umstrittene Atomwaffen

Denn Großbritannien ist immer noch Atommacht, ja, das Land hat kürzlich sogar beschlossen, seine U-Boote zu modernisieren, die mit Trident-Atomraketen bestückt sind. Das Projekt ist in Großbritannien schwer umstritten, denn es ist teuer. Nicht nur die Liberaldemokraten fragen sich, warum das Land eine Bewaffnung aus der Zeit des Kalten Krieges braucht.
Und so demonstrierte die Kampagne auch zwei Tage vor dem entscheidenden Parlamentsbeschluss im Juli 2016 gegen die Nachrüstung (siehe Foto). 20 Milliarden Pfund sollten die neuen Trident-U-Boote ursprünglich kosten, später war von 31 Milliarden die Rede. Die CND rechnet mit rund 200 Milliarden tatsächlichen Kosten. Doch die Regierung hält daran fest.

Corbyns Kompromiss

Einen Kompromissvorschla…
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