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NATO-Raum Europa

Der Nordatlantikrat (Foto: NATO)

Pünktlich zur Münchner Sicherheitskonferenz hat die NATO eine weitere Aufrüstung gegen Russland in die Wege geleitet. Zwei neue Kommandos werden eingerichtet. Eins soll den Nordatlantik sichern und damit die Verbindungswege zwischen Europa und Nordamerika. Und das andere Truppentransporte in Europa erleichtern.

Worum es dabei geht, da lässt die NATO keine Zweifel: Es geht darum, schneller Soldaten, Kriegsgerät und Munition im Fall der Fälle schneller Richtung Osten verlegen zu können. Denn in Polen und den drei baltischen Staaten stehen bekanntlich multinationale Gefechtsverbände, um Russland abzuschrecken, dem nach der Krim Eroberungsgelüste unterstellt werden.

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In der Diktion hat sich dabei wenig geändert im Vergleich zum Kalten Krieg. Früher sprach man von der Bomberlücke oder der Raketenlücke (siehe Sputnikschock). Heute ist es die GIUK-Lücke. Es geht das gesamte Meer zwischen Grönland, Island und Großbritannien (UK), das nicht mehr genug kontrolliert werde. Im US-Haushalt sind deshalb Mittel vorgesehen, um die ehemaligen Luftwaffenbasis dort wieder in Betrieb zu nehmen. Das Wettrüsten beschränkt sich also längst nicht mehr nur auf Osteuropa, sondern nimmt größere Dimensionen an.

Verzerrter Blick aufs Baltikum?

By the Way: Die baltischen Staaten werden ja gerade in hiesigen Medien als Reiseziele sehr gehypt. Das ist natürlich schön für den dortigen Tourismus, aber von der Sache her muss man doch ein paar Fragezeichen setzen an das Bild, das hierzulande vom Baltikum gezeichnet wird. Interessant ist, was die Medienseite Übermedien gerade zu Estland geschrieben hat. Der Autor, der dort lange gelebt hat, spricht sogar von einer „Omertà“ des Estentums: „Ein estnischer Experte interpretiert seine Unabhängigkeit als Freiheit, sich für sein Land einzusetzen.“ Lesenswert!

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Mehr zum NATO-Beschluss bei Telepolis.

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