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“Die Panama Papers haben sehr viel in Bewegung gesetzt”

Das Tax Justice Network und das Netzwerk Steuergerechtigkeit haben gerade ihren neuen Schattenfinanzindex veröffentlicht. Trotz aller Enthüllungen, etwa der Panama Papers, ist das Geschäft mit Geldwäsche längst nicht trockengelegt, sagt Markus Meinzer, TJN-Vorstandsmitglied und Finanz- und Steueranalyst.

Im Interview (ca. 7400 Zeichen) erklärt Markus Meinzer, wie der Schattenfinanzindex zustande kam und warum es wichtig ist, gerade die großen Steueroasen zu reformieren. Und er zieht Bilanz: Warum die Schweiz immer noch die Nummer 1 auf der Negativliste der Schattenfinanzzentren ist, wie Großbritannien ein Netz aus Steueroasen anführt, wie die USA Schwarzgelder aus alle Welt anlocken und warum Taiwan bislang nicht als Steueroase wahrgenommen wurde. Und an die nächste deutsche Regierung hat er ganz konkrete Forderungen.

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Das ganze Interview (ca. 7400 Zeichen) hier:

Für die EU keine Steueroase mehr: Panama (Foto: Marissa StrnisteCC BY 2.0)

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Das Tax Justice Network und das Netzwerk Steuergerechtigkeit haben gerade ihren neuen Schattenfinanzindex veröffentlicht. Trotz aller Enthüllungen, etwa der Panama Papers, ist das Geschäft mit Geldwäsche längst nicht trockengelegt, sagt Markus Meinzer, TJN-Vorstandsmitglied und Finanz- und Steueranalyst.
Wo sind aktuell die größten Steueroasen?
Markus Meinzer: Die Top Ten wird nach wie vor angeführt von der Schweiz. Neu auf Nummer 2 sind die USA, auf 3 die Kaimaninseln, auf 4 Hongkong, Singapur und Luxemburg auf 5 und 6 und Deutschland Nummer 7. Taiwan ist ein Neuzugang auf Rang 8. Und dann kommen die Vereinigten Arabischen Emirate/Dubai und auf Rang 10 Guernsey.
Was hat Sie dabei am meisten überrascht?
Markus Meinzer: Überraschend war, dass Taiwan direkt so hoch einsteigt. Taiwan ist ein Sonderfall in der Internationalen Politik, weil es wegen des Konflikts mit China in vielen Internationalen Organisationen nicht Mitglied ist und auch aus vielen Statistiken rausfällt. Bisher hatten wir deshalb wenig Daten über Taiwan und das Land war deshalb nicht im Schattenfinanzindex aufgeführt. Jetzt zeigt sich, dass es ein recht großes Schattenfinanzzentrum beherbergt. Eine anderes Problem ist Großbritannien: Rechnet man die Kaimaninseln auf Rang 3 und Guernsey au…
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