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Sieben Tage lang Nachrichten aus Afghanistan

Um einen Überblick über die Situation in Afghanistan zu bekommen, lohnt ein Blick auf die Nachrichten der letzten Tage. Selten kamen die Meldungen und Zustandsbeschreibungen so geballt daher: 

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  • Mehr US-Luftangriffe: Die USA feuern mehr Bomben oder Raketen gegen die Taliban. Im ersten Halbjahr 2017 mehr als 1.630, im Vorjahreszeitraum waren es rund 1330. (18.07.2017)
  • Mehr zivile Tote: Der Krieg fordert unverändert viele Opfer unter der Zivilbevölkerung.  Laut einem Bericht der UN Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA) starben im ersten Halbjahr 2017 1.662 Zivilisten, 3.581 wurden verwundet. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. (17.07.2017)
  • Opiumverkauf hoch: Die Droge ist Exportartikel Nummer 1 der afghanischen Wirtschaft. Das geht aus deinem neuen UN-Bericht hervor. Afghanistan ist damit Exportweltmeister bei Opium. (17.07.2017)
  • Teil von Helmand zurückerobert: Die Regierungstruppen haben den Distrikt Nawa erobert und dutzende Taliban-Kämpfer getötet. Nawa gehört zur Provinz Helmand. (16.07.2017)
  • IS-Führer tot: Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben den Anführer des Islamischen Staates in Afghanistan, Abu Sajed, getötet. Bei dem Luftangriff in der Provinz Kunar sollen auch weitere IS-Mitglieder getötet worden sein. (15.07.2017)
  • Polio breitet sich aus: Die Taliban haben in der südlichen Provinz Kandahar die Schutzimpfungen gegen Polio verboten. Hintergrund ist offenbar, dass Islamisten in ihrem Herrschaftsgebiet Spionage verhindern und die Impfteams mit eigenen Leuten besetzen wollen. Darüber wird verhandelt, aber für einige ist es bereits zu spät: In diesem Jahr wurde schon der fünfte Polio-Fall registriert. (14.07.2017)
  • Fehlender Friedensprozess: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem unangekündigten Besuch die afghanische Regierung gemahnt, eine “eine politische Verständigung mit den verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen, auch mit den Taliban” zu suchen. (13.07.2017)
  • Anhaltender Aufstand: Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Terrorgruppen wie in Afghanistan, stellt ein US-Bericht fest. Dass die Taliban nicht besiegt werden können, liege an Pakistan, das den Terroristen Unterschlupf gewähre. (11.07.2017)
  • Mehr Söldner: Der frühere Blackwater-Chef Erik Prince macht sich dafür stark, mehr Private Contractors nach Afghanistan in den Krieg zu schicken. Außerdem wirbt er dafür, einen US-Militärkommandeur nach dem Vorbild von Douglas MacArthur im Nachkriegsjapan einzusetzen. (11.07.2017)

 

Soweit die Lagebeschreibung. Mehr zu Afghanistan:

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