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Trump unterwegs im Indo-Pazifik

Die APEC am 11. November 2017 (Foto: The White HouseCC BY 2.0)

Nein, Trump hat auf seinem Asien-Trip nicht nur amerikanische Waffen verkauft. Der US-Präsident musste seinen Gesprächspartnern in China und Vietnam, bei ASEAN und APEC auch erklären, was sie von der nicht mehr ganz neuen US-Administration erwarten können. Vor allem, nachdem Trump das Transpazifische Partnerschaftabkommen TPP rüde gecancelt hat. Man mag davon halten, was man will, aber viele asiatische Regierungen hatten auf das Ankommen gesetzt. So sehr, dass sie jetzt auch ohne die USA weitermachen wollen. Und da wollten sie natürlich wissen, ob Trump was eigenes im Angebot hat, das nicht nach seinem Amtsvorgänger Obama riecht.

Nur ein neues Wort

Kurz gesagt: Hatte er nicht. Na ja, fast nicht. Was er hatte, war ein neues Wort: den Indo-Pazifik. Von der indo-pazifischen Region hat er in jeder Rede gleich mehrfach gesprochen. Steckt das was dahinter? Jein. Es ist eine strategische Konzeption, die in den vergangenen Jahren in Indien, Japan und Australien entwickelt wurde. Zusammen mit den USA wollen die Vier dem aufstrebenden China ihre politische Verbindung entgegensetzen.

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Ergänzt werden soll das ganze durch bilaterale Handelsverträge asiatischer Länder mit den USA, erklärte Trump auf dem APEC-Gipfel:

„At the core of this partnership, we seek robust trade relationships rooted in the principles of fairness and reciprocity. When the United States enters into a trading relationship with other countries or other peoples, we will, from now on, expect that our partners will faithfully follow the rules just like we do. We expect that markets will be open to an equal degree on both sides, and that private industry, not government planners, will direct investment.

Unfortunately, for too long and in too many places, the opposite has happened. For many years, the United States systematically opened our economy with few conditions. We lowered or ended tariffs, reduced trade barriers, and allowed foreign goods to flow freely into our country.“

Solche Handelsverträge müssen allerdings erst noch abgeschlossen werden. Am weitesten entwickelt sind die strategischen Pläne vom Indo-Pazifik übrigens bisher in Australien. Dort hat sie die Regierung 2013 in einem White Paper verankert. Mehr dazu bei Telepolis.

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